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Spendenübergabe  

Der Glonner Zeichner Wolfgang Lammerding, aktives Mitglied im Kulturverein, hat zum sechsten Mal einen Kalender mit 12 Monatsblättern und einem Titelbild gezeichnet. Für 2017 hat er Motive rund um Schloss Zinneberg ausgewählt. Das besondere dieses Kalenders ist nicht nur die Ortsbezogenheit und die Qualität der Zeichnungen sondern das Wolfgang Lammerding den gesamten Erlös aus dem Verkauf für einen guten Zweck spendet. Bisher sind so 1700 Euro zusammengekommen. In diesem Jahr geht der Erlös an die Jugendhilfeeinrichtung auf Schloss Zinneberg. „Hier ist das Geld gut aufgehoben“ fand Lammerding. Die verschiedenen Projekte der Einrichtung überzeugten den Künstler.

11. September 2010; Besichtigung der Stegmühle in Glonn

Denkmäler gibt es viele, doch wenige sind so lebendig wie das kleine Elektrizitätswerk Stegmühle. Zum „Tag des offenen Denkmals“ lud der Kulturverein Markt Glonn im September zu einer Führung durch die  Stegmühle ein.
Der Heimatchronist Hans Obermair erzählte den Besuchern viel Interessantes und Wissenswertes über die Geschichte der ehemals sieben Mühlen in Glonn. Im Mittelpunkt stand aber die Geschichte der Stegmühle, die bereits im Jahr 1517 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1903 kaufte Baron von Büsing das Anwesen und ließ die Mühle zu einem Wasser- und Elektrizitätswerk umbauen.
Josef Rieder, seit vielen Jahren Vorstand der Stegmühle e.G, erklärte die technischen Daten der Stegmühle und führte die Besucher durch das imposante Bauwerk. Rieder berichtete unter anderem, dass Prof. Thiersch aus München die im Jahr 1906 eingebaute Francisturbine entwickelt hat, die heute noch umweltfreundlichen Strom ins Netz liefert. Auch alte Elektrogeräte, die Josef Rieder sammelt und in der Stegmühle ausstellt, konnten die Besucher besichtigen.
Die interessierten Teilnehmer der Führung, die überwiegend zum ersten Mal in der Stegmühle waren, freuten sich über den nicht nur technisch guten Zustand des E-Werks.
                                                                                  Georg Reupold im November 2010
Bilder >>>Veranstaltungsbilder

15. November 2010; Vortrag Spielberg und die Familie Loidl

Zu einem Vortrag des Glonner Heimatkundler Hans Obermair über Spielberg und die Familie Loidl lud der Kulturverein Markt Glonn in Hans-Kotzinger-Galerie in der Klosterschule ein.
Über 60 Zuhörer verfolgten in dem bis auf den letzten Platz belegten Raum gespannt die Ausführungen von Hans Obermair.  Ergänzt hat er seinen Vortrag mit Tabellen und Bilder, die auf eine Leinwand projiziert wurden. Die Besitzer von Spielberg, sowie Verwandtschaft der Familie Loidl und Besucher u. a. aus Feldkirchen/W., Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Hohenbrunn und Ebersberg interessierten sich für seine interessanten Erzählungen. Dabei konnte Hans Obermair auch eigene Verwandtschaft begrüßen, da seine Vorfahren Spielberger waren. 
Pfarrer Niedermair schreibt in seiner Chronik von 1939, Spielberg gehöre zur Gemeinde Höhenrain, zur Pfarrei Egmating, zur Schule in Helfendorf, zum Begräbnis nach Münster und zur Post nach Glonn. Das kennzeichnet die Abgeschiedenheit dieser Einöde. Deswegen war dieser Ort auch ein Treffpunkt der Haberer. Aber auch das gute Bier, das dort bis 1913 gebraut und in der eigenen Gaststätte ausgeschenkt wurde, wird dafür ein Grund gewesen sein. Von 1890 bis 1934 hatte die Familie Loidl Spielberg mit seinen über 200 Tagwerk in Besitz. In dieser Zeit war die Einöde nicht nur eine beliebte Einkehr für die Glonner, sondern auch Ziel vieler Münchner, die mit der Bahn über Glonn oder Aying das Landleben suchten. 
Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts gab es in Spielberg zwei Anwesen, wovon eines dem Kloster Fürstenfeld angeschlossen war und damit an die Geschichte des Klosters in Tal bei Höhenrain erinnert. Schon im Jahr 950 wurden die Spielberger als Edle von Spielberg erwähnt. 
Heute gehört Spielberg zum Landkreis München, liegt aber nahe zu den Landkreisen Rosenheim und Ebersberg und ist ein bekanntes Gestüt der Familie Niedermair.
                                                                                   Georg Reupold im Dezember 2010 

24. November 2010; Bericht über den Jakobsweg
Zu einem Reisebericht der besonderen Art lud der Kulturverein Glonn am 24.11.2010 in die Klosterschule ein. In der vollbesetzten Hans-Kotzinger-Galerie berichtete das Ehepaar Staber aus Nußdorf/Inn von seiner Pilgerreise nach Santiago de Campostela.
Ende März 2009 waren die beiden noch im Schnee von ihrer Haustüre aus gestartet, um nach 107 Tagen Fußmarsch bei sommerlichen Temperaturen ihr Ziel zu erreichen. Auch Probleme mit ihrem rechten Fuß hatten Christl Staber nicht am Durchhalten und Weitermarschieren hindern können. Anschaulich erzählten die beiden – unterstützt durch viele Fotos – von ihren Erlebnissen, den vielen Bekanntschaften, den neuen Freunden  und den großen und kleinen Freuden der 2600 km langen Tour, was bei dem einen oder anderen Zuhörer Erinnerungen an die eigene Pilgerfahrt wachrief oder aber die Lust weckte, sich selbst auf den Jakobsweg zu machen. Für Christl und Georg Staber war in Santiago de Campostela jedoch noch nicht Schluss: Die beiden wanderten noch bis ans “Ende der Welt”, nach Finisterre. Erst von dort nahmen sie den Bus, um wieder wohlbehalten in die bayerische Heimat zurück zukehren. Man darf gespannt sein, welches Ziel die beiden rüstigen Rentner als nächstes ansteuern.
                                                                            Brigitte Schneider Glonn im Januar 2011
Bilder >>>

02. Januar 2012 Neujahrsempfang. Beim Neujahrsempfang von Bürgermeister Martin Esterl werden u.a. auch Bürgerinnen und Bürger geehrt, die besondere Verdienste um den Markt Glonn erworben haben. In diesem Jahr wurden fünf Damen und ein Herr geehrt, die sich ehrenamtlich um die Pflege der Blumenbeete, der Verkehrsinseln, der Kriegerdenkmäler und der Friedhöfe kümmern. Diese Aufgabern werden von Mitgliedern unseres Vereines übernommen. Als Dankeschön gab es vom Bürgermeister einen Blumenstrauß bzw. für den Herrn ein kleines Präsent.


(v. l.) Mathilde Loitfelder, Günter Schneider, Ursula Grieshaber, Anna-Lisa Mündel,
Brigitte Schneider, Bürgermeister Martin Esterl, Else Gammel

Bankspende                                                                    Februar 2013

Frauen-Union Glonn spendet Ruhebank für Glonner Waldfriedhof
Anlässlich ihres 10jährigen Gründungsjubiläum im vergangenen Jahr beschlossen die Mitgliedsdamen der Frauen-Union Glonn für die Bürger der Gemeinde Glonn eine Ruhebank zu kaufen.
Der Mangel an Sitzplätzen bei Beerdigungen und Trauerfeiern auf dem Glonner Waldfriedhof wurde in der Vergangenheit des Öfteren festgestellt.
Dies brachte die FU Frauen auf die Idee eine Sitzbank vor der Aussegnungshalle aufstellen zu lassen, damit sich auch diejenigen Besucher von Beerdigungen oder Trauerfeiern, die nicht in der Halle Platz finden, künftig setzen können bzw. Spaziergänger einen Platz zum Ausruhen finden.
In Abstimmung mit der Kulturreferentin Jutta Gräf wurde der Standort am Glonner Waldfriedhof festgelegt.
Herr Michael Ruhsamer vom Kulturverein hat diesen Platz hergerichtet und die Bank aufgestellt.
Bei heftigem Schneegestöber übergaben die Vorstandsdamen der Frauen-Union Glonn, Gabriele Pupp und Gertraud Kuhn die neue Ruhebank an die Gemeinde Glonn, vertreten durch Bürgermeister Martin Esterl und Kulturreferentin Jutta Gräf.
"Das ist vorbildhaft, und ich hoffe, dass sich viele Glonner daran ein Beispiel nehmen", so Bürgermeister Esterl.


v.l.n.r. Gabriele Pupp, Gertraud Kuhn (beide FU Glonn), Jutta Gräf Kulturreferentin
stehend Bgm. Martin Esterl

Aus MM vom 26.Sept. 2012

125 JAHRE KULTURVEREIN GLONN
„Großartiges geleistet"
VON OTTO HARTL 


Schaut her, so war das damals: Einen kurzweiligen Vortrag über Glonn und den Verschönerungs- (Kultur)-Verein gab es von Hans Obermair (am Pult). FOTO: JRO

Glonn – „Der Kulturverein hat für den Markt Glonn Großartiges geleistet": So zog Hans Obermair ein Fazit nach seinem höchst interessanten Vortrag mit alten Fotos und Dokumenten über die 125-jährige Geschichte des Vereins. Im Festsaal der alten Klosterschule ließ der bekannte Heimatkundler die bewegte Geschichte Revue passieren. In langen Recherchen hatte er erstaunliche Dokumente ausgegraben.

Wie schon berichtet, wurde der „Verschönerungsverein" am 20. September 1887 gegründet, auf Initiative von Albert v. Scanzoni, der auf Schloss Zinneberg residierte, und der beiden Wolfgang Wagner, Senior und Junior. Sie hatten wesentlich dazu beigetragen, dass Glonn eine schöne Heimat geblieben ist. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren Vereinsgründungen keine Seltenheit. Die Ereignisse um 1870 und 1871 brachten den bürgerlichen Bewegungen einen Aufschwung. Es galt, sich in der Zeit nach der Romantik unpolitischen Bewegungen zuzuwenden. Kultur, Gemeinschaft, Selbsthilfe und die Schönheit der Natur rückten in den Vordergrund.

Bis dahin war es den Wohlhabenden vorbehalten, sich große Parks und Gärten anzulegen. Warum aber wurde damals in dem kleinen Dorf Glonn bereits ein  Verschönerungsverein gegründet? Mit Ausnahme des Schlossparks Zinneberg stand hier die Natur allen zur Verfügung. Wer kam also auf die Idee? Der Gynäkologe Prof. Dr. Friedrich Scanzoni von Lichtenfels, Schlossherr auf Zinneberg, war bereits 1874 Mitbegründer des Würzburger Verschönerungsvereins. Sein Sohn Albert, geboren 1855 in Würzburg, übernahm diese Idee. Und zusammen mit Posthalter Wolfgang Wagner wurde schließlich 1887 der „Glonner Verschönerungsverein" aus der Taufe gehoben. Als eines der ersten Projekte wurde eine Obstbaumallee nach Schloss Zinneberg angelegt, da von dort entscheidende Impulse ausgingen.

Ein zweites wichtiges Projekt sollte den Verein ein Jahrzehnt lang beschäftigen: die elektrische Beleuchtung des Dorfes mit Hilfe der Wasserkraft. Des Weiteren wurden  „lebende Zäune und Hecken" angepflanzt, zahlreiche Ruhebänke aufgestellt, Unratwinkel wurden beseitigt und weitere Alleen angelegt. Bereits 1890 wurde die Erhebung Glonns zur Marktgemeinde im Verein diskutiert. 1908 wurde ein Fremdenverkehrsprospekt in 1000 Exemplaren aufgelegt. Darin heißt es: „Markt Glonn (zwischen München und Aibling) in den bayer. Vorbergen, Sommerfrische, Luftkurort, 528 m über dem Meere, Bahnstation, Badegelegenheit, Arzt, Apotheke, billige Verpflegung am Ursprung des forellenreichen Glonnbachs gelegen, ist in 5 Wegstunden, 1 3/4-stündiger Radfahrt, oder in 1 1/4-stündiger Bahnfahrt von München aus erreichbar. Es ist Endstation der Lokalbahn Grafing-Glonn, die von der Hauptbahnstrecke München Rosenheim abzweigt und in täglich je 5 Zügen für Hinund Rückfahrt den Verkehr vermittelt..."

1974 wurde nach bewegten Jahrzehnten das 1O0-jährige Bestehen des Vereins groß gefeiert. In der damals erstellten Festschrift ist die gesamte Geschichte detailliert aufgeschlüsselt. Bemerkenswert sind dabei die Jahre ab 1953, wo erstmals große Volksfeste organisiert wurden. Schon das erste „Frühlings-Volksfest Markt Glonn vom 9. bis 17. Mai 1953" wartete mit einem tollen Programm auf: Festzug, Standkonzert,, Gstanzl-Singen, täglicher „Wiesnrummel", ein großes Brillantfeuerwerk, Kinderfeste, Trachten-Heimatabende, Modenschauen wie „Das bäuerliche Kleid", Stimmungsabende mit dem Roider Jakl und Schorsch Blädl, Wahl einer Schönheitskönigin, Bierzelt-Reden zum „Tag der Heimatvertriebenen" und zum „Tag der Bauern",. landwirtschaftliche Maschinenschau und Handwerkerausstellung. Als Veranstalter fungierte der „Verkehrs- und Verschönerungsverein Markt Glonn".

Im zweiten Teil des Festabends fasste die Vorsitzende des Kulturvereins, Jutta Gräf, die Zeit seit 1974 zusammen und erinnerte u.a. an die ldeen und Leistungen des Kunstkenners und Galeristen Hans Kotzinger, dem der Festsaal gewidmet ist. Er gründete das Heimatmuseum, das sehr interessante Exponate präsentiert. Die vielfältigen Aktivitäten des Kulturvereins sind heute vom Markt Glonn nicht mehr wegzudenken, er prägt das kulturelle Gesicht des Ortes nachhaltig.