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Historie Kulturverein Markt  Glonn e.  V.
                                                                                 
                           

Der Kulturverein Markt Glonn wurde 1887 als Verschönerungsverein gegründet und hat dem Glonner Gemeindeleben im Laufe seiner Geschichte zahlreiche wichtige Impulse gegeben. Die damaligen Gründer, an der Spitze Albert von Scanzoni und die beiden Wolfgang Wagner, Senior und Junior, haben wesentlich dazu beigetragen, dass Glonn eine schöne Heimat geblieben ist.

Es liegt nahe, dass die Familie Scanzoni auf Zinneberg die Idee hatte, den Verschönerungsverein zu gründen. Prof. Dr. Friedrich Scanzoni von Lichtenfels, Arzt in Würzburg und seit 1868 Schlossherr auf Zinneberg, war bereits 1874 Mitglied des Würzburger Verschönerungsvereins.
Die Gründung des Glonner Verschönerungsvereins datiert mit dem 20. September 1887. Ein Gründungsprotokoll und das Protokoll der ersten Versammlung vom 25. Oktober 1887 geben Aufschluß über die Gründungsvorgänge.

Albert von Scanzoni wird bis zu seinem Wegzug 1899 erster Vorstand. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Schriftführer: Wolfgang Wagner jun., Kassier: der Gastwirt Balthasar Maier, 1. und 2. Beisitzer: der Kaufmann Gruber und der Apotheker Thanner.
Mit Schreiben vom 28. Okt. 1887 hat Albert von Scanzoni den neuen Verein beim Bezirksamt in Ebersberg angemeldet. Kurze Zeit später hatte der Verein bereits 43 Mitglieder. Das Anmeldeschreiben und das erste Protokoll vermitteln die ersten Aktivitäten des neuen Vereins.

Das erste Projekt war die Pflanzung einer Allee an der Zinneberger Straße. Entsprechende Finanzierungsmittel fehlten. So wurde beschlossen, beim Distrikt einen Zuschuss zu beantragen, der jedoch nicht genehmigt wurde. Die beschlossene Allee sollte aber doch zustande kommen, so dass man zur Selbsthilfe greifen musste.  

Das zweite Projekt, das in der Versammlung vom 25. Okt.1887 beschlossen wurde, war die Einführung einer elektrischen Beleuchtung in Glonn. Gedacht war zunächst nur an eine Straßenbeleuchtung. Trotz aller Widrigkeiten bekommt Glonn, allerdings erst ein Jahrzehnt später, das elektrische Licht. 

Die ersten Jahre des Verschönerungsvereines waren aber nicht nur geprägt von  Allee und Elektrizität, sondern auch von vielen anderen Aktivitäten. Hier sind zu nennen die Pflanzung von Ziersträuchern, die Aufstellung von Ruhebänken und die Aufforderung an die Bevölkerung lebende Zäune und Hecken anzupflanzen. Auch andere Straßen in Glonn um Umgebung sollten eine Allee erhalten. Die spätere Errichtung der Grotte geht ebenfalls auf eine Initiative des Vereins zurück. Bereits 1890 wurde über die Erhebung Glonns zur Marktgemeinde im Verein diskutiert, diese erfolgte dann im Jahre 1902. Schon 1908 wurde ein Ortsprospekt für den Markt Glonn herausgegeben. In den folgenden Jahren sind die ersten Orientierungstafeln entstanden, die Kanalisierung sowie die Verbesserung der Ortsbeleuchtung wurden angeregt und unterstützt, 1934 konnten 5.000 Werbefaltblätter verteilt werden, die durch Spenden finanziert wurden.

Obgleich in den Kriegsjahren die Aktivitäten des Verschönerungsvereins zwangsweise ruhen mussten, wurden die ursprünglichen Ziele des Vereins nie aufgegeben. Aufgrund einer Anregung des Marktgemeinderates Glonn wurde am
3. Juni 1952 eine neue Vorstandsschaft gewählt und mit Beschluß der Mitglieder-versammlung dem eingetragenen Verein der Name Verkehrs- und Verschönerungs-verein gegeben. In den folgenden Jahren waren wieder verstärkte Aktivitäten zu verzeichnen, insbesondere die Aufstellung weiterer Ruhebänke und die Anlage und Markierung von Gehwegen. Außerdem veranstaltete der Verein in den Jahren 1953, 1954 und 1955 das Glonner Frühlingsfest. Ebenso organisierte der Verein im Jahr 1954 den 60. Geburtstag der Lokalbahn Glonn-Grafing. Eine Reihe von Flohmärkten und Ausstellungen schloss sich diesen Aktivitäten an.

Als besonderes Ereignis ist die gelungene Großveranstaltung zur 1200 Jahrfeier der Marktgemeinde Glonn im Jahr 1974 zu nennen, die überwiegend durch den Verkehrs- und Verschönerungsverein gestaltet wurde. Ein enormer finanzieller und handwerklicher Aufwand war hier erforderlich, der die Kapazitäten des Vereins an den Rand der Auflösung brachte.  

Ab 1985 wurde dem Verein mit Satzungsänderung der Name Kultur- und Verschönerungsverein gegeben, nachdem sich eine Ausstellergruppe angeschlossen hat. Die neue Satzung erweitert die Aufgaben des Vereines auch auf die Wahrung des kulturellen Erbes und auf Ausstellungen sowie auf die Erforschung und Darstellung des geschichtlichen Lebensraumes, was insbesondere in den folgenden Jahren durch den Aufbau eines Heimatmuseums verwirklicht wurde.  

Die Marktgemeinde stellte dem Verein neben den im II. Stock gelegenen Räumen für das Heimatmuseum  auch die ehemals von den Schwestern von Maria Stern genutzten Räume der ehemaligen Mädchenschule im Parterre zur Verfügung, die nun gemeinsam mit den Fotofreunden Glonn genutzt werden. 

Nach der umfangreichen und überaus gelungenen Renovierung finden diese Räume, Galerie Klosterschule benannt, bei Ausstellern aus dem Landkreis und darüber hinaus großen Zuspruch.

Im Hinblick auf künftige Aufgaben gab sich der Verein 2005 eine neue Satzung und führt nun den Namen Kulturverein Markt Glonn e. V. Die Zwecke des Vereins sind nach der Satzung die Pflege des heimatlichen Kulturgutes, die Erforschung und Darstellung unseres geschichtlichen Lebensraumes, der Betrieb und Ausbau des Heimatmuseums, die Verschönerung der Marktgemeinde und Ausstellungen und Veranstaltungen kultureller Art. 

Allein in den letzten beiden Jahrzehnten hat der Verein für die Erforschung und Darstellung geschichtlichen Lebensraumes das Buch "Glonn und Umgebung" von Pfarrer Johann Niedermair als dritte Auflage neu drucken lassen, sowie die Broschüre von Rudolf Gerer "100 Jahre Klosterschule Glonn" und die Broschüre "Lena Christ und Glonn" über die Heimat-schriftstellerin Lena Christ in Glonn, verfasst von Johann Obermair, herausgebracht.

Gemeinsam mit der Marktgemeinde finanzierte der Verein die Bronzebüste von Lena Christ, die am Eingang zum Rathaus angebracht ist und der Veiein beteiligte sich an der Restaurierung der Mariensäule in der Münchner Straße. An der Marienstatue am Lebsche–Brunnen hat sich der Verein ebenfalls finanziell beteiligt.  

Neben den laufenden Ausstellungen in der Klosterschule organisierte der Verein in diesen Räumen unter anderem eine Ausstellung über Marc Chagall, er gedachte mit Ausstellungen an den 100. Geburtstag des Glonner Oberschulrats Wolfgang Koller, an den 30. Todestag der Glonner Malerin Elisabeth Hüller und er feierte in der Klosterschule den 90. Geburtstag des Münchner Malers Wilhelm Kaiser, der in und nach den Kriegsjahren rund 10 Jahre in Glonn gelebt hat. 

Mit einer Reihe von Veranstaltungen wurde an den 125. Geburtstag der Heimatschriftstellerin Lena Christ gedacht, an den 100. Geburtstag des Komponisten Prof. Günter Bialas sowie mit einem Vortrag an den 50. Todestag von Prof. Dr. Max Lebsche.

Seit 2003 werden vom Glonner Heimatkundler Hans Obermair regelmäßig Vorträge über Orte, Anwesen und Familien unserer Gemeinde gehalten, um so der Glonner Bevölkerung ihre eigene Geschichte zu veranschaulichen.  

Das Heimatmuseum ist jeden 1. Sonntag im Monat, nicht in der Ferienzeit,
von 14 – 16 Uhr geöffnet. 

Um die Marktgemeinde zu verschönern, kümmert sich der Verein um die Blumenbeete in Glonn, besonders an den Einfahrtsstraßen und am Marktplatz. 

Rund 50 Ruhebänke in Glonn und Umgebung bedürfen einer laufenden Pflege und evtl. Instandsetzung. Die acht Wanderwege um Glonn, für die eine neue Wanderkarte aufgelegt worden ist und neue Hinweisschilder angebracht wurden, bedürfen ebenfalls der dauernden Pflege.

Gleichzeitig organisiert der Verein Fahrten zu kulturellen Veranstaltungen in München und weiteren Umgebung von Glonn, u. a. auch zu Opernaufführungen nach Gut Immling im Landkreis Rosenheim.

An Initiativen hat es dem Verein nie gefehlt. Mehr als ein Jahrhundert gestaltet der Verein somit Glonn und seine Umgebung uneigennützig mit.

                                                      Erstellt im Februar 2009 von Georg Reupold

Am 21. und 22. September 2012 beging der Kulturveiein seinen 125. Gründungstag mit einem Festabend, einem Schüler-Quiz und einem Konzert mit Rudi Zapf und seinem "Trio Grenzenlos".

                                                                Überarbeitet und ergänzt
                                                                von H. Schirrmacher